Published on 12. März 2026

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Es war einmal ein früher Vormittag am vornehmen Russell Square in London. Gelber wattiger Nebel verwischte die Konturen und ließ den Ort menschenleer erscheinen. Da löste sich aus den Schlieren eine hagere, etwas gebückte Gestalt. Sie trug die vorgeschriebene Kleidung der leitenden Angestellten in der City: dunkler Hut und Mantel, Handschuhe, Aktentasche, Schirm. Der Mann trat in den Lichtkegel der Straßenbeleuchtung, tat einen kleinen Luftsprung und verlor sich gemessenen Schritts im blickdichten Nebel. Es war T.S. Eliot, der sich unbeobachtet glaubte, auf dem täglichen Weg in das Verlagsbüro von Faber & Faber.

Der „alte Aar“, wie er sich gern genannt hörte, stand damals in der dritten Phase der stereotypen Laufbahn des entfremdeten romantischen Genies, die da besteht aus den Stationen: Leiden, Durchbruch, Ruhm und Abstieg. Oder war es schon die vierte? 1948 hatte er den Nobelpreis für Literatur erhalten und, was ihm mehr bedeutete, aus der Hand des englischen Monarchen, George VI., den Verdienstorden ‚Order of Merit‘. Die vielen Auszeichnungen wurden ihm nachgerade lästig. In ihrem restaurativen Heißhunger auf irgendeine unbefleckte Autorität verlieh ihm die Bundesrepublik der Adenauerzeit dann 1955 auch noch den hanseatischen Goethepreis und nötigte ihn dadurch zu einem Vortrag über „Goethe den Weisen“, obwohl er schon 1933 über diesen Dichter geschrieben hatte, „er pfuschte in der Dichtung und der Philosophie herum und brachte es in keiner der beiden allzuweit“. Nur kam es bei diesem Anlaß auf das, was Eliot früher geschrieben hatte, kaum noch an. Sein öffentliches Image als Kulturorakel und moralische Instanz der Christenheit verbot jede kritische Hinterfragung seiner Werke ebenso wie seiner Lebensdaten. Das war ganz in seinem Sinn, hatte er sich doch bereits 1925 über den Tod hinaus jede Biographie verbeten und testamentarisch verfügt, daß sein schriftlicher Nachlaß frühestens im Jahr 2020 der Nachwelt zugänglich gemacht werden dürfe…

Es war einmal ein früher Vormittag am vornehmen Russell Square in London. Gelber wattiger Nebel verwischte die Konturen und ließ den Ort menschenleer erscheinen. Da löste sich aus den Schlieren eine hagere, etwas gebückte Gestalt. Sie trug die vorgeschriebene Kleidung der leitenden Angestellten in der City: dunkler Hut und Mantel, Handschuhe, Aktentasche, Schirm. Der Mann trat in den Lichtkegel der Straßenbeleuchtung, tat einen kleinen Luftsprung und verlor sich gemessenen Schritts im blickdichten Nebel. Es war T.S. Eliot, der sich unbeobachtet glaubte, auf dem täglichen Weg in das Verlagsbüro von Faber & Faber.